das messer setzt zum schnitt an. es durchtrennt das band. zerteilt das tau, das das schiff im hafen hält. dann ist der weg endlich frei, um neues zu entdecken.
http://www.youtube.com/watch?v=WnFmyLg_dw4
auf den berg hinauf zum turm. die blätter sind frisch und zeichnen ihre konturen deutlich sichtar voneinander ab. das rauschen beruhigt mich. der wind trägt die last von mir. sie läuft schon die ganze zeit hinter mir her. trotzig, wie ein kleines kind. manchmal bleibt sie stehn und schaut sich die landschaft an. der schweiß läuft mir über die stirn. warum man dort so stark schwitzen muß. dann ist sie plötzlich neben mir. legt den arm um mich; fährt mir durchs haar und küßt mich auf die wange. so vertraut, als wären wir schon lang zusammen. auf der bank unter dem baum lassen wir uns nieder. bald fließt ein angenehmes frösteln über die haut. sie hält ihren kopf wie eine statue. das kinn leicht nach unten gesenkt und wissend, daß ihr meine aufmerksamkeit sicher ist. ich schmiege mein gesicht an ihren hals und werde schläfrig. als ich aufwache ist sie fort. ich wußte ja, sie geht ihren eigenen weg. schlaftaumelig schleppe ich mich auf den gipfel und falle wieder auf eine bank. rechts von mir eine alte frau und ein alter mann, die die anderen beiden bänke in beschlag nehmen. als sie nach einer weile zugleich aufstehen, wird mir bewußt, daß sie ein paar sind. die frau deutet in meine richtung. "da hinten ist auch noch eine bank, reinhard. weiß nur nicht, ob sie schon zugewachsen ist." reinhard, der die henkel einer plastiktüte ums handgelenk gewickelt hat, registriert die äußerung mit männlicher gelassenheit. zusammen nehmen sie den weg an der baumgrenze entlang. hinter mir kann ich keine andere bank erkennen. aber neben mir entdecke ich ein päckchen zigaretten. ein grünes feuerzeug steckt in der plasikverpackung. darin befinden sich billigzigaretten. die verpackung deutet hingegen auf eine teure marke hin. manche sitzen auf verschieden bänken und gehen den gleichen weg. andere laufen getrennt und sitzen doch auf der gleichen bank.
verständnislosigkeit schaut aus ihren augen, wenn man zweideutige witze macht. unwissend, daß es auch schlechte absichten gibt, bleibt sie trotzdem freundlich, wenn man ihr blöd kommt. es ist selbstschutz, der als dummheit verstanden wird. dabei gibt es für sie eben nur gute menschen. den schmerz der verzweiflung kennt sie nicht, weil er von ihr fern gehalten wurde. wenn man anderen verantwortung abnimmt, tut man ihnen weh. irgendwann. wenn sie es begreifen. solange bleiben sie engel.
kämpften gegeneinader. verstand hat gesiegt. das herz unterwirft sich; und ist dankbar für die lehrreiche niederlage. -dabei wollte es so stark sein und es allen zeigen.
machen tränen die augen trüb? -oder vielleicht klarer?
ich mache manchmal fehler.
-weißt Du das von Dir auch?
ich kann nicht sein,
was andre in mir sehen.
mir selbst zu gut,
vergeb ich jede möglichkeit,
mein spiegelbild zu lieben.
erst wenn ich erkannt hab:
du bist mein ebenbild!
werde ich mir sagen können,
wie gerne ich mich mag.
ich kämpfe gegen windmühlen. eigentlich sind sie gar nicht da. aber in meinen gedanken habe ich in den letzten wochen viele aussichtslose schlachten erfolgreich geschlagen. -um märchen wahr werden zu lassen, muß man eben an sie glauben. nichts fällt mir leichter. beim blick in deine augen.
ich trage das hemd von gestern. weil es nach dir riecht. dann bist du bei mir. wie kann man nur soviel phantasie haben und sich nicht darin verlieren? du bist einfach wunderbar. was wir erlebt haben, gibt es nur einmal. ich habe diese idee in mir. von einem glücklichen leben. bitte achte darauf, daß unser traum nicht zerbricht.
den irrweg wähl ich mit sichrem schritt. durch dunkle pfade folge ich dem ziel, das mich so oft; -so sicher. ins verderben hat geführt.
ist unerträglich. unnütz ist schon so viel zeit zeronnen. wann endlich kommt der stein ins rollen. es gab bis jetzt so viele möglichkeiten. doch jede sekunde dieser langen zeit bereichert mich allein so sehr, daß jede verstrichene gelegenheit ein großes glück bedeutet.
muß einsam werden.´
dieser sinnspruch hat für mich inzwischen mehr als eine bedeutung gewonnen. und bestimmt gibt es noch viel mehr interpretationen davon...
die meisten menschen blenden sich selbst, wenn es darum geht, die abgeschlossenheit ihrer existenz zu überwinden. zum beispiel mit partnerschaften, die nichts als der schein einer partnerschaft sind. -wie traurig und einsam sie wohl sein müssen.
was bedeutet es wohl, mensch zu sein. nichts. wenn man etwa lange genug blauen qualm einatmet, sagt das gehirn bald, es sei gut. und du machst es immerwieder. auch ein bis zwei gläser rotwein haben die gleiche wirkung. menschen sind aber nicht die einzigsten geschöpfe auf der erde. kleine krabbeltiere, frösche oder auch seepferdchen tun es ebenfalls: sie folgen ihren trieben. ihrem instinkt. werden geboren, leben, lieben, kämpfen und sterben wieder. schön, wenn alles im kreise läuft. nichts verloren geht. ist nich schlimm, wenn dir die zähne oder haare ausfallen. es passiert millionenmal und gehört zum leben, wie ein tanz auf frischem tau in einer vollmondnacht. damals, als die zeit für ewig schien. auch wenn der frühling nicht kommen mag, so weißt du doch, daß er schließlich kommen muß. immerwieder. mehr als ein leben lang.
die stille singt ein lied. das fröhlich klingt. der text handelt von einem erlebnis, das jeder einmal haben soll. im leben geht es nur darum, diesen zustand mindestens einmal zu erreichen: wenn eine sekunde so lang ist wie ein tag; wenn die bäume bei minusgraden plötzlich neue blüten treiben;
wenn ein fremdes gesicht so schön ist wie ein längst vertrautes lieblingsbild;
zeitlos unbeweglich eingefroren soll es sein. für immer.
einiges steht auf der liste. viel unangenehmes ist dabei.
aber da steht auch glücklichsein. nur, wie fängt man das wohl an?
man muß erst ganz unten sein, um wieder ganz nach oben schauen zu können. -so ein weiser ratschlag. wenn das so ist, dann wird es langsam zeit, daß es wieder bergauf geht. -klug ist bestimmt auch, sich und andere nicht so ernst zu nehmen. oder sein tief als teil eines großen
ganzen zu sehen...
grün wie pflanzen
braun wie erde
gelb wie sand
grau wie felsen
der arm ist angewinkelt, die hand geht auf und zu.
wenn du so winkst, werd ich ganz zahm.
dein kopf, wie du ihn zur seite neigst und dabei nickst,
weil du einverstanden bist.
die aufgerissnen lider und der glanz in deinen augen,
wenn ich in deine seele sehen darf.
keiner
da.
nur
du selbst.